Liturgische Texte zum 19. Juni

 
 
Nachfolgend finden Sie Voschläge zur Feier des 
Gedenktages der seligen Rosa Flesch (19. Juni):

     
  
Eröffnungsvers

So spricht der Herr:
Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid;
ich war krank, und ihr habt mich besucht.
Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt,
das habt ihr für mich getan. (Mt 25,34.36.40)

  
   
Kyrie aus den Eröffnungsgottesdiensten:

                       Herr, unser Gott,
                       du bist das Fundament.
                       Du trägst uns.

                       Kyrie eleison.

                       Wir bauen mit
                       an deiner Kirche.
                       Wir bringen uns
                       und unseren guten Willen.

                       Und wir erfahren
                       unsere Gebrochenheiten.

                       Christe eleison

                       Du bist der Schlussstein,
                       der zusammenfügt
                       und zusammenhält.

                       Wir sind  getragen
                       und gehalten von Dir.
 
                       Kyrie eleison.

   
 
Tagesgebet
 
Barmherziger Gott, Vater der Armen,
du hast die selige Mutter Rosa berufen, schlicht und
einfach dazusein für Menschen in Not und Christus
so ähnlich zu werden, der gekommen ist, um zu
dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
Hilf uns auf ihre Fürsprache, deinem Sohn (auch in
Prüfungen und Leiden) treu verbunden zu bleiben
und, von deiner Liebe gedrängt, nicht müde zu werden,
Gutes zu tun und denen beizustehen, die unserer Hilfe
bedürfen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus. 

  
oder

Gott unser Vater,
wir schauen auf Jesus, deinen Sohn, der uns im Leben trägt
und hält.
Auf ihn hin ist die selige Mutter Rosa Flesch aufgebrochen.
Auf ihn hin hat sie ihr Werk gegründet.
In ihm fühlte sie sich auch in ihrer Ohnmacht getragen.
Nimm auch uns an,
unseren Aufbruch,
unsere Gebrochenheiten
und vollende du selbst, was du in uns begonnen hast.
Darum bitten wir durch Christus.

  
  
Gabengebet

Barmherziger Gott,
wir feiern am Altar das Werk,
das Christus in seiner großen Liebe für uns getan hat.
Nimm die Gaben deines Volkes an
und gib, dass wir nach dem Vorbild deiner Heiligen
feststehen in der Liebe zu dir und zu den Menschen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

oder

Gütiger Gott,
am Gedenktag der seligen Mutter Rosa Flesch
legen wir unsere Gaben auf deinen Altar.
Du hast ihr ein waches Herz für die Not ihrer Zeit
geschenkt.
Nimm unsere Gaben an
und lass auch uns in der Kraft dieses Opfers reiche
Frucht bringen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

  
  
Präfation

von den heiligen Jungfrauen und Ordensleuten   MB S. 438
von den Heiligen  I    MB S. 430
von den Heiligen II    MB S. 432

  
   
Kommunionvers

Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid,
wenn ihr Liebe habt zueinander – spricht der Herr. (Joh 13,35)

  
   
Schlussgebet

Barmherziger Gott,
wir haben das Brot des Lebens empfangen
am Gedenktag der seligen Mutter Rosa,
(beim Gedenken an die selige Mutter Rosa,)
die du uns als Vorbild echter Frömmigkeit
und selbstlosen Helfens geschenkt hast.
Lass auch uns aus der Kraft der heiligen Speise
in der Liebe zu dir wachsen
und uns mühen im Dienst an Deinem Volk.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. 
 
oder
 
Allmächtiger Gott,
am Gedenktag der Seligen Mutter Rosa Flesch hast
du uns in diesem Mahl mit dem Reichtum deiner
Gnade beschenkt.
Gib auch unserer Zeit Frauen und Männer,
die geduldig sind im Leid, beharrlich im Gebet
und selbstlos im Helfen,
damit durch sie die Welt dich erkennt.
Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

   
   
Alternative Messformulare

Für Ordensleute  (7)    MB  S. 946
Für Ordensleute  (8)    MB  S. 947
Für Heilige der Nächstenliebe ( 9)    MB  S. 948
Für heilige Frauen  (12)    MB  S. 953

  
   
Fürbitten

Gott, dein Geist ruft und bewegt die Menschen -
dein Geist schafft Leben.
Zu dir rufen wir:

Du hast Mutter Rosa mit dem Geist der Demut beschenkt.
Sende deinen Geist allen, die in unserer Kirche
Verantwortung tragen.
V/A: Sende aus deinen Geist ...

Du hast Mutter Rosa mit dem Geist der Geschwisterlichkeit
beschenkt. Sende deinen Geist allen, denen Sorge um Frieden,
Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung anvertraut ist.
V/A: Sende aus deinen Geist ...

Du hast Mutter Rosa mit dem Geist des Dienens beschenkt.
Sende deinen Geist allen, die sich in den Dienst an Kranken,
Schwachen und Benachteiligten stellen.
V/A: Sende aus deinen Geist ...

Du hast Mutter Rosa mit dem Geist der Versöhnung beschenkt.
Sende deinen Geiste allen, die nicht verstanden oder wegen
ihrer Überzeugung diskriminiert werden.
V/A: Sende aus deinen Geist ...

Du hast Mutter Rosa mit dem Geist der Zuversicht und des
Vertrauens beschenkt.
Sende deinen Geist allen, die in ihrem Leben nicht mehr
weiter wissen, deren Beziehungen zerbrochen, die ohne
Arbeit und ohne finanzielle Sicherheiten sind.
V/A: Sende aus deinen Geist ...

Du hast Mutter Rosa mit dem Geist der Hoffnung beschenkt.
Schenke deinen Geist den Menschen, die immer wieder
loslassen müssen, und jenen, deren Leben zu Ende geht.
V/A: Sende aus deinen Geist ...

Gott,
wir danken dir für das Vorbild, dass du uns in der
seligen Mutter Rosa geschenkt hast.
Lass uns die Kraft ihrer Fürsprache erfahren und ihrem
Beispiel folgen, damit wir in dir sind und leben.
Dir sei Lob und Ehre, heute und in Ewigkeit.
Amen
    

   
Lesungstexte

Lesung:   Röm 12,3-13a       
Wir haben unterschiedliche Gaben
Deutsches Mess-Lektionar VI. Jahreskreis 2, S. 713f:
Karl Borromäus 4. November 
  
Ruf vor dem Evangelium:  Joh 13,34ac;  
Deutsches Mess-Lektionar VI. Jahreskreis 2, S. 749
Halleluja, Halleluja.
So spricht der Herr:
Ein neues Gebot gebe ich euch:Wie ich euch geliebt habe,
so sollt auch ihr einander lieben.
Halleluja
  
Evangelium:    Lk 6, 27-38        
Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist
Deutsches Mess-Lektionar VI. Jahreskreis 2, S.750f
Elisabeth von Thüringen, 19. November

 

  

  

 

Liturgische Eigentexte zu Ehren der seligen Maria Rosa Flesch



Auszug aus dem Kirchlichen Amtsblatt des Bistum Trier
vom 1. Mai 2009, 153. Jahrgang, Ausgabe 6  
  
  
Tagesgebet
      
Gott allen Trostes,
du hast die selige Jungfrau Maria Rosa
mit der Tugend einzigartiger Geduld und
Barmherzigkeit gegenüber den Armen
und Kranken ausgezeichnet;
gewähre, so bitten wir,
dass wir ihrem Beispiel folgend
den notleidenden Brüdern unermüdlich dienen.
Durch unseren Herrn Jesus Christus.
  
     __________________________


                           19. Juni
Sel. Maria Rosa (Margaretha) Flesch, Jungfrau  
  
Am 24. Februar 1826 in Vallendar-Schönstatt geboren, nahm
sie sich schon in ihrer Jugend der Armen an, besonders der
Waisenkinder, und stand den Kranken bei. Der Bischof von Trier,
Wilhelm Arnoldi, billigte 1863 ihre Absicht, einen Orden zu gründen;
Margaretha Flesch erhielt den Ordensnamen "Maria Rosa". Die
Gemeinschaft, die sich "Franziskanerinnen von der 
Allerseligsten Jungfrau Maria von den Engeln" nannte, wuchs
beständig. Die Gründerin aber musste viel Unrecht und Demütigungen
ertragen, die sie in Vereinigung mit dem Herrn aufopferte.
Am 25. März 1906 starb sie in ihrer ersten Gründung Waldbreitbach.


Lesehore
  
ZWEITE LESUNG
  
Aus der Enzyklika Deus caritas est von Papst Benedikt XVI.
(Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls, Nr. 171. Hrsg. vom
Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2006,
S. 26-27; Nr. 17-18)
 
Die Liebesgeschichte zwischen Gott und Mensch
 
Die Liebesgeschichte zwischen Gott und Mensch besteht eben
darin, dass diese Willensgemeinschaft in der Gemeinschaft des 
Denkens und Fühlens wächst und so unser Wollen und Gottes
Wille immer mehr ineinander fallen: der Wille Gottes nicht mehr
ein Fremdwille ist für mich, den mir Gebote von außen auferlegen,
sondern mein eigener Wille aus der Erfahrung heraus, dass in der
Tat Gott mir innerlicher ist als ich mir selbst (vgl. Hl. Augustinus).
Dann wächst Hingabe an Gott. Dann wird Gott unser Gück
(vgl. Ps 73 [72], 23-28).
So wird Nächstenliebe in dem von der Bibel, von Jesus verkündigten
Sinn möglich. Sie besteht ja darin, dass ich auch den Mitmenschen,
den ich zunächst gar nicht mag oder nicht einmal kenne, von Gott
her liebe. Das ist nur möglich aus der inneren Begegnung mit Gott
heraus, die Willensgemeinschaft geworden ist und bis ins Gefühl
hineinreicht. Dann lerne ich, diesen anderen nicht mehr bloß mit
meinen Augen und Gefühlen anzusehen, sondern aus der Perspektive
Jesu Christi heraus. Sein Freund ist mein Freund. Ich sehe durch das
Äußere hindurch sein inneres Warten auf einen Gestus der Liebe -
auf Zuwendung, die ich nicht nur über die dafür zuständigen
Organisationen umleite und vielleicht als politische Notwendigkeit
bejahe. Ich sehe mit Christus und kann dem anderen mehr geben 
als die äußerlich notwendigen Dinge: den Blick der Liebe, den 
er braucht. Hier zeigt sich die notwendige Wechselwirkung zwischen
Gottes- und Nächstenliebe, von der der Erste Johannesbrief so 
eindringlich spricht. Wenn die Berührung mit Gott in meinem Leben
ganz fehlt, dann kann ich im anderen immer nur den anderen sehen
und kann das göttliche Bild in ihm nicht erkennen. Wenn ich aber die
Zuwendung zum Nächsten aus meinem Leben ganz weglasse und
nur "fromm" sein möchte, nur meine "religiösen Pflichten" tun, dann
verdorrt auch die Gottesbeziehung. Dann ist sie nur noch "korrekt", 
aber ohne Liebe. Nur meine Bereitschaft, auf den Nächsten 
zuzugehen, ihm Liebe zu erweisen, macht mich auch fühlsam Gott
gegenüber. Nur der Dienst am Nächsten öffnet mir die Augen dafür,
was Gott für mich tut und wie er mich liebt. Die Heiligen - denken wir
zum Beispiel an die sel. Theresa von Kalkutta - haben ihre 
Liebesfähigkeit dem Nächsten gegenüber immer neu aus ihrer
Begegnung mit dem eucharistischen Herrn geschöpft, und umgekehrt
hat diese Begegnung ihren Realismus und ihre Tiefe eben von ihrem
Dienst an den Nächsten her gewonnen. Gottes- und Nächstenliebe
sind untrennbar: Es ist nur ein Gebot. Beides aber lebt von der uns
zuvorkommenden Liebe Gottes, der uns zuerst geliebt hat. So ist es
nicht mehr "Gebot" von außen her, das uns Unmögliches vorschreibt,
sondern geschenkte Erfahrung der Liebe von innen her, die ihrem 
Wesen nach sich weiter mitteilen muss. Liebe wächst durch Liebe.
Sie ist "göttlich", weil sie von Gott kommt und uns mit Gott eint,
uns in diesem Einigungsprozess zu einem Wir macht, das unsere
Trennungen überwindet und uns eins werden lässt, so dass am
Ende "Gott alles in allem" ist (vgl. 1 Kor 15,28).


RESPONSORIUM       Phil 2,2.3.4; 1 Thess 5,14-15

R. Seid einander in Liebe verbunden, in Demut schätze einer den
anderen höher ein als sich selbst. * Jeder achte nicht nur auf das
eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.
V. Nehmt euch der Schwachen an, seid geduldig mit allen; bemüht
euch immer, einander und allen Gutes zu tun. * Jeder achte nicht nur
auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.
  
  
  
 

In unserem Klosterladen sind im Rahmen der Seligsprechung die nachfolgenden liturgischen Hilfen erhältlich:

Kontakt:
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Margaretha-Flesch-Straße 8
56588  Waldbreitbach
Tel.: 02638 / 949 829 21 (Klosterladen)
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